NIERENINSUFFIZIENZ

Die Niereninsuffizienz – auch Nierenversagen genannt – ist eine Erkrankung, die häufig lange unbemerkt bleibt. Die Nieren verlieren dabei schrittweise ihre Fähigkeit, Abfallstoffe aus dem Blut zu filtern, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren und lebenswichtige Hormone zu produzieren.

Wie Dr. Christian Fahe in seinem Buch „7 Anzeichen für Nierenkrankheiten“ beschreibt, handelt es sich um eine stille Erkrankung, deren Warnsignale oft fehlinterpretiert oder übersehen werden. Eine frühzeitige Abklärung kann den Verlauf entscheidend beeinflussen und schwere Komplikationen verhindern

Was ist eine Niereninsuffizienz?

Unter einer Niereninsuffizienz versteht man eine Einschränkung der Nierenfunktion, bei der die Filterleistung (glomeruläre Filtrationsrate, GFR) abnimmt. Dadurch können harnpflichtige Substanzen, überschüssiges Wasser und Elektrolyte nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden.

Man unterscheidet zwei Hauptformen:

Akute Niereninsuffizienz

Die akute Niereninsuffizienz tritt plötzlich auf und ist potenziell reversibel.

Häufige Ursachen:

  • Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)

  • Infektionen oder Sepsis

  • Medikamente (z. B. Schmerzmittel)

  • Durchblutungsstörungen

  • Harnabflussstörungen

👉 Mehr dazu auf der Unterseite: Akute Niereninsuffizienz

Chronische Niereninsuffizienz

Die chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich langsam über Monate oder Jahre und ist meist nicht heilbar, aber gut behandelbar.

Häufige Ursachen:

  • Diabetes mellitus

  • Bluthochdruck

  • Chronische Nierenerkrankungen

  • Genetische Erkrankungen

  • Langjährige Medikamenteneinnahme

Stadien der chronischen Niereninsuffizienz

Die Einteilung erfolgt anhand der glomerulären Filtrationsrate (GFR).

Überblick der Stadien

  • Stadium 1: Normale GFR, erste Nierenschäden

  • Stadium 2: Leicht eingeschränkte Funktion

  • Stadium 3a / 3b: Mäßige Einschränkung

  • Stadium 4: Schwere Einschränkung

  • Stadium 5: Nierenversagen (Dialysepflicht)

👉 Detaillierte Informationen zu jedem Stadium finden Sie in den jeweiligen Unterseiten.

Symptome einer Niereninsuffizienz

Die Symptome sind oft unspezifisch und entwickeln sich schleichend.

Frühe Symptome

  • Müdigkeit und Leistungsabfall

  • Häufiges Wasserlassen nachts

  • Leichte Ödeme (z. B. an Füßen)

Fortgeschrittene Symptome

    • Wassereinlagerungen

    • Bluthochdruck
    • Übelkeit, Appetitlosigkeit

    • Juckreiz

    • Konzentrationsstörungen

Späte Symptome

      • Stark reduzierte Urinmenge

      • Atemnot

      • Herzprobleme

      • Urämische Beschwerden

Ursachen and Risikofaktoren

Laut Dr. Fahe entsteht eine Niereninsuffizienz meist auf dem Boden eines langfristigen Ungleichgewichts im Körper. Häufige Ursachen sind:

  • Diabetes mellitus (diabetische Nephropathie)

  • Arterielle Hypertonie

  • Metabolisches Syndrom (Übergewicht, Fettstoffwechselstörung)

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Langfristige Einnahme nierenschädigender Medikamente

  • Harnabflussstörungen (z. B. Prostata, Nierensteine)

  • Autoimmun- und Entzündungserkrankungen

Diese Faktoren können die empfindlichen Filtereinheiten der Niere (Nephrone) dauerhaft schädigen

Wie wird eine Niereninsuffizienz diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus:

  • Blutuntersuchungen

    • Kreatinin

    • eGFR (geschätzte Filterleistung der Niere)

  • Urinuntersuchungen

    • Eiweiß (Albuminurie)

    • Blut im Urin

  • Bildgebung

    • Ultraschall der Nieren und Harnwege

Je nach Situation können weitere spezialisierte Untersuchungen notwendig sein. Die Bewertung erfolgt immer individuell und im zeitlichen Verlauf

Behandlung und Begleitung

Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Stadium:

  • Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker

  • Anpassung von Ernährung und Lebensstil

  • Vermeidung nierenschädigender Substanzen

  • Regelmäßige nephrologische Verlaufskontrollen

In fortgeschrittenen Stadien kommen Dialyseverfahren oder eine Nierentransplantation in Betracht – immer individuell geplant und begleitet.

Prävention: Was Sie selbst tun können

Dr. Fahe betont besonders die Rolle der Eigenverantwortung:

  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

  • Gesunde, ausgewogene Ernährung

  • Ausreichend trinken (ärztlich abgestimmt)

  • Blutdruck ernst nehmen

  • Frühzeitig ärztliche Abklärung bei Warnzeichen

Prävention und frühes Handeln sind der Schlüssel zum Erhalt der Nierengesundheit

Häufige Fragen (FAQ)

Ist eine Niereninsuffizienz heilbar?

Akute Formen oft ja, chronische Formen sind meist nicht heilbar, aber gut behandelbar.

Weil frühe Symptome unspezifisch oder mild sind.

 

Erst bei stark eingeschränkter Nierenfunktion und bestimmten klinischen Kriterien.

 

Ja – beide beeinflussen sich gegenseitig sehr stark.

 

 

Ja, durch Lebensstil, Kontrolle von Risikofaktoren und regelmäßige Untersuchungen.

 

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Niereninsuffizienz – Praxis Fahe Muhen
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Niereninsuffizienz – Praxis Fahe Muhen
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Informationen zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Behandlung der Niereninsuffizienz bei Praxis Fahe in Muhen, Aargau.
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